Home sweet home
5. Oktober 2007 - 05:11 von Alexander LutzDa bin ich wieder…Jetzt auch ausgeschlafen und schon fast ohne Jet Leg.
Aber erstmal zum Final Check: Im Grunde war es nichts besonderes und wie in allen anderen Checks auch, musste man einfach nur genau das machen, was man auch in allen Flügen vorher gemacht hatte. Aber ein Check ist eben doch immer besonders. Geflogen sind wir nun schlussendlich bei Gines, obwohl wir bis um 5:45 noch mit einem anderen Checkpiloten geplant waren. So kurzfristige Änderungen sind nicht wirklich schön, da man sich ja nun doch mehr oder weniger auf einen gewissen Checker eingestellt und auch vorbereitet hat. Wir konnten aber nichts daran ändern. Gines Schicht bekann leider erst um 7 Uhr und somit war erstmal eine Stunde warten angesagt. Dann gab es eine sehr kurze mündliche Prüfung, die eigentlich kein Hindernis darstellte und darauf sind dann erst Melli und dann ich geflogen. Zum Inhalt der Flüge erzähle ich jetzt nicht so viel, weil das nur Fachchinesisch sein würde. Ich finde aber, dass wir beide recht gut geflogen sind, teilweise sogar excellent, auch wenn sich das später nicht auf das Gradesheet ausgewirkt hat. Am Ende meines Fluges konnte ich kaum an etwas anderes denken, als dass das jetzt vermutlich die letzte Landung mit der Bonanza sein würde. Dem entsprechend sah die Landung dann auch aus, bzw. der Anflug, denn das eigentlich Aufsetzten war super. Problem war, dass ich ca. 150 m hinter der Touch Down Zone war, also dem Bereich, wo wir eigentlich landen sollten, denn den Anflug hatte ich total verkackt. Ich war viel zu schnell und viel zu tief und habe die Power viel zu spät reduziert. Im Phase I check wäre ich damit vermutlich durchgefallen. Aber sei es drum. Im Debriefing gab es frei übersetzt noch ein “Böse, böse…visual approach war nicht gut und wenn wir jetzt noch länger hier wären, müsste man dran arbeiten.” Ich hab gesagt, es wäre vorher nie ein Problem gewesen und damit war es gut.
Ein wahres Highlight des Tages war noch der Besuch unserer Fluglehrers mit seiner Frau und dem VIER !!! Tage alten Baby, um uns zum bestandenen Check zu gratulieren und Tschüss zu sagen. Wir haben vorallem gar nicht damit gerechnet und als wir nach dem Check vom Flieger ins Gebäude kommen stehen die da plötzlich. Und das Kind ist ja soooooooo klein und soooooo süß und wir durften es beide mal auf dem Arm halten. Es gibt auch Fotos nur die habe ich bisher noch nicht bekommen. Ich werde sie aber sofort hier reinstellen, wenn ich sie habe.
Weiter ging es dann den Berg von Formularen fertigzumachen um endlich seine Urkunde zu bekommen, dass man die Ausbildung in Phoenix erfolgreich abgeschlossen hat. Und so sieht das dann aus:
Dann hieße es Koffer packen und am nächsten Morgen sind wir dann mit der Limosine abgeholt worde. Leider war der ganze Flieger von Denver nach München so voll, dass wir keine Business Class Plätze mehr bekommen haben. Da war am Anfang die Enttäuschung groß, denn ich hatte mich da immerhin ein halbes Jahr drauf gefreut, aber dann haben wir uns in der Economy einen Sekt getrunken und dann ging es schon irgendwie;-) Angekommen sind wir pünktlich in München und auch fast zeitig weitergeflogen. Von München nach Düsseldorf habe ich dann doch noch meinen Business Platz bekommen (man wird schon vieeeeeel freundlicher bedient) und um 10:30 Uhr war ich dann in Düsseldorf auf dem Boden und zu meiner Freude meine Koffer auch. Abgeholt wurde ich dann von meiner Mutter und meiner Schwester, aber auch von Tim und Sebastian, womit ich gar nicht gerechet hätte, mich aber sehr gefreut habe (Danke!!!).
Jetzt fühle ich mich schon wieder recht heimisch hier und denke tatsächlich doch an Phoenix schon wehmütig zurück.
Wie es mit dem Blog weitergeht, weiß ich noch nicht. Michael wird sicher noch ein paar Einträge schreiben und vielleicht fällt mir auch noch was ein. Eigentlich wollte ich nach Phoenix aufhören zu schreiben, aber vielleicht bietet es sich ja an während der Cheyenne Phase nochmal was in den Blog zu schreiben.
Schonmal vielen Dank an alle, die den Blog gelesen haben und hoffentlich ein gutes Bild davon bekommen haben, wie es uns ergangen ist. (Wir haben ja nicht nur Urlaub gemacht, auch wenn das viele behauptet haben
)